Mittwoch, 15. Juli 2009

Rainer Kirsch - ein "unbequemer" Dichter

Berlin - «Normal ist es, zu Hause zu bleiben.» Diesen Satz hatte einst Günter de Bruyn in petto, als er im Nachgang einer Lesung gefragt wurde, warum er die DDR nicht verlassen habe. Es ist ein Satz, der so auch auf das Leben des Lyrikers Rainer Kirsch zutrifft.
Kirsch begegnete den ihm auferlegten Einschränkungen mit einer ganz anderen Flucht: Er machte sich als Nachdichter einen Namen, vor allem aus dem Russischen. Er übersetzte Sergej Jessenin, Anna Achmatowa, Wladimir Majakowski und Ossip Mandelstam. Die Liste seiner Nachdichtungen ist mindestens ebenso lang wie sein eigenes Werkverzeichnis. Dazu kommen Kinderbücher, Reportagen, Essays, Hörspiele und die Oper «Das Land Bum-Bum»

1 Kommentare:

Geburtstag Gedichte hat gesagt…

In der so genannten Lyrik-Debatte von 1966 warfen staatstragende Kritiker Kirsch eine «Apotheose der Unbestimmtheit und Ungewissheit»